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Cäcilie am Fenſter. Haſt Du Dir die ſchmucken Lützower beim Abreiten noch einmal beſchauet? fragte er das er⸗ röthende Mädchen recht freundlich. Schäme Dich deſſen nicht. Wer ſich über Gottes Ebenbild freuet, lobet den Meiſter.—
Das nicht, antwortete die Jungfrau haſtig; ich glaubte, Du würdeſt mit ihnen reiten und—
Da wollteſt Du dem Väterchen ein Adieu zuwinken; fiel der Major gütigſt ein; ich verſtehe. Ja, ja, die Natur iſt eine Rieſin, ſie bricht ans Licht, und wenn man Berge hinauf wälzte, und wer mit ihr den Kampf beginnt, iſt ein Tollhäusler, der ſeinen Wahnwitz mit zerſchlagenen Gliedern büßt, auch wohl gar mit ge⸗ brochenem Herzen.—
Cäcilie ſah ihm ſchmerzlich und beſorgt in das Geſicht. Richard, ſagte ſie kindlich, glaubſt Du Deiner Cäeilie nicht mehr? O, ich wollte, dieſe Menſchen wären nie gekommen, und ſie werden auch wohl bald wieder fortziehen; und das iſt mir ſehr lieb, um des Friedens willen.—
Sie werden ziehen, vielleicht wiederkehren; wie Gott will! entgegnete der Major. Aber hekte wollen wir ſie darum recht freundlich bewirthen, und Du ſollſt die Wirthin machen, und mußt Dich deßhalb ſputen, daß die Wirthſchaft Dir Ehre bringt, und den ſchlanken Lieutenant mit den blanken Augen und dem braunen, ſproſſenden Knebelbarte ſollſt Du ſelbſt mir zur Tafel führen.—
Richard! rief Cäcilie erſchreckt. Das wollteſt Du ſelbſt?— Und als er bedeutſam nickte, ſetzte ſie weh⸗ müthig hinzu, indem ſie ihr Köpfchen an ſeine Bruſt legte: O, ich verſtehe Dich; Du willſt mich recht hart


