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gebeugt und ſcheu ihnen näherte.„Da iſt Eure Venus;“ ſagte er lächelnd, indem er dem Deutſchen zum Abſchiede die Rechte reichte;„fahret ſäuberlich mit ihr, und ſtra⸗ fet nicht zu hart an der Elenden, was Andere verſchul⸗ deten.“— Er ſchlug den Weg zum Lager ein, und Kuno trat auf die Mohrin zu.„Was thuſt du noch hier, Sekina?“ fragte er ernſt, doch ohne Härte.„Haſt du noch nicht genug an dem beſchimpfenden Auftritte, daß du Nachts wie ein fahrendes Weibsbild noch immer die Ge⸗ büſche durchſchleichſt?“—
„O Herr,“ entgegnete die Schwarze,„was hatte die arme Sekina dir gethan, daß du zum erſten Male deine ſtrafende Hand an ſie legteſt, wie mein böſer Herr zu Byrſa es that? O Herr, du wareſt nicht du, als du dieſe Bruſt ſchlugeſt, und der Stachel des Dornes wird ewig ſitzen in Sekina's Herzen. Ich kam nur daher vom Lager, um dir die ſchlimme Botſchaft zu melden, daß der Todesengel den alten König ergriffen und ihm die Krone von der Scheitel geſtoßen, denn der Konrad durfte nicht von dem kranken Rappen. Als ich dich aber ſuchte bei der Vorhut, und mein Auge nach dir umſah im Ge⸗ büſch, und mein Ohr nach dir horchte guf der Ebene, da trugen die Lüfte ſeltſame Klänge zu mir. Sekina's Ohr iſt gewöhnt, das heiſere Geheul des Leoparden zu hören weit über den Sand der Wüſte hin, und ſie er⸗ kennt das Geſchwirr der kurzen Fittiche des Straußes, ehe ihr Auge den Stolz der Wüſte zu ſehen vermag. Es iſt nicht ſicher in dieſer Gegend. Es war wie leich⸗ ter Hufſchlag der Pferde und wie Geſchwirr der Fähn⸗ lein, welche die Spitzen der arabiſchen Lanzen ſchmücken. Ehe die Sterne hell hervortreten am Himmel werden eure Feinde da ſein. Darum, Herr, komm' mit mir zum


