Teil eines Werkes 
1 (1843)
Entstehung
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Die afrikaniſche Mittagsglut hatte nachgelaſſen; ein kühlender Nordwind beſtrich die tuneſiſche Küſte, be⸗ wegte die Wimpel auf den Gezelten des franzöſiſchen Lagers und erquickte Mann und Roß.

Von frommem Wahn erglüht hatte der neunte Lud⸗ wig, ſpäter der Heilige benannt, noch einmal den Kern der Ritterſchaft aller rechtgläubigen Völker an der bar⸗ bariſchen Küſte ausgeſchifft, um an den Ungläubigen Rache zu nehmen für vergoſſenes Chriſtenblut, um miß⸗ handelte Brüder aus ewigen Ketten zu löſen, und dazu beizutragen, das geweihete Land, wo der Erlöſer ge⸗ wandelt und gepredigt und den Opfertod gefunden, den grauſamen Händen der Chriſtenfeinde zu entreißen. Mit großen Hoffnungen betrat Frankreichs König, umgeben von ſeinen drei Söhnen und den Edelſten ſeines Reichs, dieſes fremde Land. Wohl folgte ihm ein zahlreiches und tapferes Kriegsheer, doch hatte der alte fromme Fürſt nicht geglaubt, hier die Waffen zu gebrauchen. Längſt ſchon waren geheime Botſchafter zwiſchen Paris und Tunis gewechſelt worden. Der islamitiſche König, der dieſen reichen Staat der Mauren beherrſchte, hatte im Geheim ihn ſeiner Freundſchaft verſichern laſſen, in ihm. die Meinung erweckt, er ſei ein Freund des chriſtlichen Glaubens, und würde gern ſich als ein öffentlicher An⸗ hänger deſſelben erklären, wenn dieſer Uebertritt in