Teil eines Werkes 
3. Bd. (1847)
Entstehung
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reißen konnte, ohne beinahe das Herz zu brechen, mit deſſen Faſern es verwachſen war. Sich den, den ſie zu ihrem Abgott gemacht, in ſolcher Ernie⸗ drigung und Nichtswürdigkeit zu denken, war eine Qual, eine tödtliche Marter. Die Gegenwart war ihr unerträglich und auf die Zukunft mochte ſie nicht hinblicken. Sie vergaß die Vorſchriften der Religion, den einzigen Troſt in allen irdiſchen Prü⸗ fungen, ſie bat um den Tod und dachte nicht daran, wie wenig ſie, deren Herz die Liebe zu einem Manne erfüllte, geeignet war vor Gott, ihren Schöpfer zu treten. Frau Sydney wollte durch weiteren Widerſtand ihren Schmerz nicht noch ſtei⸗ gern und fügte ſich am Ende dem Wunſche ihrer Tochter. Louiſe ſtand vom Bette auf, aber ſo ſtark war die Wirkung des Grams und der ge⸗ täuſchten Liebe auf ihren Körper geweſen, daß es lange währte, ehe ſie mit den Geſchäften der Toi⸗ lette fertig werden konnte. Als die Amme Murray eins von den Kleidern, die Strathern am liebſten ſah und die Bänder herbeibrachte, welche ihre junge Gebieterin kürzlich gekauft hatte, um ſich ſeinem Geſchmack zu fügen, ſtürzte ein neuer Thränen⸗ ſtrom über die Wangen Louiſens und ſie winkte ihr mit der Hand ſie wegzulegen. „Gib mir ein ſchwarzſeidenes Kleid,“ ſagte ſie, denn ſie fühlte, daß es eine Ungereimtheit ſein würde, ſich äußerlich mit fröhlichen Farben zu

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