Teil eines Werkes 
2 (1859) Armand
Entstehung
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— Ich habe geſchlafen und fühle nicht mehr das Schneiden im Unterleib.

— Ihr Puls geht ruhig! Haben Sie keine wei⸗ teren Beſchwerden gehabt?

— Nein, ich fühle mich beſſer!

— Gut, ich habe hier ein neues Pulver mitge⸗ bracht, das Sie einnehmen müſſen, ſagte der Arzt mit einem flüchtigen Seitenblick auf den Herzog.

Dieſer erhob ſich vom Stuhl, näherte ſich dem Fenſter und ſchaute in den Hof hinaus.

Der Arzt goß das Pulver in ein Glas Waſſer und bat den Kranken, ſich aufzurichten, damit er ihm das Pulver eingeben könne.

— Es ſchmeckt doch nicht zu ſchlecht? fragte der Banquier, indem er mit des Doctors Hülfe den Kopf vom Kiſſen hob.

Als eben der Arzt das Glas an den Mund des Kranken führte, wandte ſich der Herzog ſchnell vom Fenſter. Sein Antlitz war entſetzlich bleich.

— Halten Sie, rief er leiſe, aber doch ſo laut, daß es am Bette gehört werden konnte.

Der Arzt der mit der einen Hand das Glas hielt, mit der andern den Rücken des Kranken ſtützte, wandte ſein Antlitz zum Herzog und warf auf dieſen einen Blick, ſo glänzend, wie der einer lauernden Schlange.