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war am 13. Juli 1793 als ein ſchönes Landmädchen in dieſes Haus trat, nach Marat fragte und vorgab, ſie habe ihm etwas ſehr Wichtiges mitzutheilen. Marat befand ſich gerade im Hinterzimmer im Bade, er ließ ſie eintreten, und als ſie angab, ſie komme von Caen, wünſchte er von ihr die Namen der Flüchtlinge zu wiſſen, die ſich in dieſer Gegend vor den Henkern der Republik verbargen. Das Mädchen nannte ihm eine Anzahl Namen. Gut, ſagte er, ſie ſollen alle auf die Guillotine! Kaum aber hatte er geſprochen, als ihm das Mädchen ein Meſſer bis ans Heft in die Bruſt ſtieß. Ihr Name war Charlotte Corday, die wenige Tage darauf als Märtyrerin auf dem Schaffot endete.— In dem dritten Hauſe wohnte einer der Schakale der Republik, der Schuhmacher Simon, bekannt als der Gefängnißwärter von Ludwig's XVI. Sohn.
Auch zu Anfang Februar des Jahres 1 848 hatte dieſe Straße ihre Geheimniſſe. Wir führen den Leſer in ein kleines Haus, ſteigen die düſtre, ſchmale, von einer kleinen Lampe ſchwach erhellte Treppe hinauf und treten in einen ziemlich geräumigen Saal, der nur durch eine Anzahl von rohen Bänken möblirt iſt. Vor jeder dieſer Bänke erhebt ſich ein Pult, auf jedem Pulte liegen dicke Notenbücher. An der Wand, nahe der Thür, ſteht eine Eſtrade, auf dieſer eine Art Katheder, und hinter


