60 105
1n
17
— Ich gab geſtern zehn Francs für eine kleine Blune von Madame Fürſtenhoff, und vor einer
n ein Fünffrancſtück für eine Torte bei Mon⸗
ſieur Felir am Boulevard! antwortete ſie eben ſo leiſe. Armand Cambon, der Ritter der Meſſingkette,
näherte ſich ihr, ſichtbar überraſcht.
— Es iſt wirklich ſo, ich will Ihre Kette für fünf Francs kaufen, ſagte ſie; was finden Sie denn Wunderbares darin, da Sie die Kette doch vorhin für hundert Franck ausboten?
— Bravo! Bravo! jubelte man rings umher.
— Um Gottes willen, compromittire uns nicht! flüſterte der Ritter der Ehrenlegion, über die Ehren⸗ bezeugung erſchreckend, welche ſeiner Dame widerfuhr.
— Julie Griſi und Fanny Cerito könnten mich um ſo viel Beifall beneiden! antwortete lächelnd das junge Mädchen.
— Freilich, ſchöne Dame! ſtotterte Cambon, ver⸗ legen die Kette betrachtend, denn er konnte ſich nicht verhehlen, daß dieſer Applaus weſentlich auf ſeine Koſten geſchehen war; freilich verlangte ich hundert Francs... aber es dürfte Ihnen nicht unbekannt ſein, daß ein armer Arbeiter, wie ich, viel reden muß, um wenig zu verkaufen.
— Aber Viele reden auch nicht ſo wie Sie! ent⸗
Armand. T 2


