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Schickſal war auch mir günſtig, als ich mich eines Tages in den Omnibus ſetzte, um nach Bicetre, einem der größten Armen-Verſorgungshäuſer in Paris, zu fahren, und mich zu überzeugen, wie man in der Haupt⸗ ſtadt der Eiviliſation das unſchuldige oder das arme Alter pflegt, das ja noch unſchuldiger iſt.
Mir gegenüber im Wagen ſaß eine Dame, mit der ich bald in das lebhafteſte Geſpräch kam; ſie war alt und zählte, wie ich erfuhr, ſchon achtzig Jahre; ihr
Name war Antoinette Robert, alſo Madame Robert,
ſeit zwanzig Jahren Wittwe. Ihr Mann, der Cou⸗ rier unter Napoleon geweſen, hatte viel für dieſen und die Marſchälle zu beſtellen gehabt und für Bernadotte
eine Reiſe nach Schweden gemacht, mit dem auch
Madame Robert viel in Berührung gekommen war. Da ich mehrere Stunden in Bicstre zu verbringen gedachte, ſo fragte ich, wo man in der Nachbarſchaft der erwähnten Anſtalt einen paſſenden Frühſtücksort finden könnte. Madame Robert war ſelbſt ſo artig, mich dorthin zu führen, wo wir bei einer Kalbspaſtete und einer Flaſche Wein beiſammen ſaßen. Niemals hatte ich tete-àtete mit einer achtzigjährigen Dame getrunken, aber auch ſelten meinen Wein mit ſo viel Genuß eingeſchlürft, denn Madame Robert kredenzte ihn mit einer intereſſanten Hiſtorie nach der andern;


