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Richard wird Euch meine Stelle erſetzen, Vater, er iſt ein guter Burſch, Und nun noch Eins, Vater“—
„Und was denn, mein Junge? Sprich!“ ſagte der Oberſt.
„Vater, ich will Euch nicht beleidigen,“ ſprach der Jüngling, —„aber— ich bitte Euch, daß Ihr nie wieder einen armen Wanderer in die Wälder gehen laßt, ohne ihm einen zuverläſſigen Mann mitzugeben.“
„Ja, Tom, ja, du haſt Recht, ich werde das nie wieder thun!“ „Und dann, Vater, laßt den blutigen Nathan nicht wieder von den Uebrigen verhöhnen, denn ich weiß, daß er fechten wird, wenn man ihn ſeinen eigenen Weg gehen läßt. Und, Vater— laßt es den Ralph Stackpole nicht zu ſehr büßen, wenn er Euch wieder einmal ein oder zwei Pferde ſtiehlt. Wißt, er ſtand mir damals bei, als wir den Capitain befreien wollten, und das mögte ich ihm nicht vergeſſen.“
„Laß' ihn ſtehlen, mein Junge! Laß' ihn!“ verſetzte der Alte, indem er verſtohlen eine Thräne aus ſeinen Augen wiſchte.„Es ſoll ihm darum nicht ſchlechter gehen.“
„Wohlan, Vater“— der junge Mann ſprach mit größerem Feuer, und anſcheinend wiederkehrender Kraft,—„und Ihr glaubt, daß wir die Indianer hier, auf dieſem Platze hier, tüchtig ge⸗ klopft haben?“
„Gewiß, mein Junge, daran iſt nicht zu zweifeln. Und wir werden ſie abermals klopfen, bis ſie uns für immer in Ruhe laſſen.“
„Dann Hurrah, hoch Kentucky,“ rief der junge Mann, ſeine letzten Kräfte in dieſem triumphirenden Rufe anſtrengend. Dann ſank er zurück, ſein Auge brach, er drückte zum letzten Male die Hand ſeines Vaters und ſeines Bruders, und verſchied. Ein Lächeln der Siegesfreude ſpielte um ſeine Lippen.
„Er war ein braver Burſch,“ ſagte der Alte mit wankender Stimme, indem er einen Blick unendlicher Liebe auf das bleiche Antlitz des theuren Dahingeſchiedenen richtete.„Brav bis zum letzten Angenblicke ſeines Lebens!“
Alle Umſtehenden fühlten die Wahrheit dieſer Worte des er⸗ ſchütterten Vaters, und in manchem Auge perlte eine Thräne des Mitleids, der Theilnahme und des Schmerzes.


