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Die Gefahren der Wildniß : eine Erzählung für die reifere Jugend / nach d. Engl. des Dr. Bird bearb. von Franz Hoffmann
Entstehung
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auf den Boden zu ſchleudern, dieſer aber ſtand, zu Roland's größ⸗ tem Erſtaunen, unerſchüttert und wankte nicht einmal in ſeiner

Stellung.

Freund, ſagte er zu Ralph, du haſt dich getäuſcht, und nun komm' ich an's Spiel!« Er griff zu, und ehe man ſich's ver⸗ ſah, flogen die Beine des übermüͤthigen Ralph gen Himmel und ſein Kopf ſauſte gleich darauf mit ſolcher Geſchwindigkeit und Ge⸗ walt auf die Erde nieder, daß er unfehlbar in Stuͤcke gebrochen wäre, wenn ſein Schädel nicht die doppelte Dicke eines gewöhnli⸗ chen gehabt hätte.

Die Zuſchauer ſahen ſich erſt ganz erſtaunt an, und brachen dann in ein allgemeines bewunderndes Geſchrei aus. Forreſter ſagte:Er hat den Mann getödtet. Aber wir Alle müſſen bezeu⸗ gen, daß er ſelbſt an ſeinem ſchmählichen Ende Schuld iſt.

Nein, o nein, Fremder! rief Stackpole jetzt, indem er ſich langſam in die Höhe richtete und mit einer unaus ſprechlich komi⸗ ſchen Geberde ſeinen Kopf mit beiden Händen rieb.Ganz ſo todt bin ich noch nicht, wie Ihr glaubt, aber mein Kopf ſcheint mir wirklich nicht mehr an ſeiner alten Stelle zu ſitzen. Habe ich ihn noch, oder nicht?

Ein Hurrah für den blutigen Nathan! ſchrien die Umſtehen⸗ den.Er hat den reißenden Tiger vom Salzfluſſe überwunden! Ein Hurrah für ihn!

Ja, ja, das hat er, wirklich! ſagte Ralph, der mehr und mehr ſeine Beſinnung wieder erlangte, und dem blutigen Nathan ſeine Hand hinreichte.Da ſchlag ein in meine Pfote, rief er ihm zu.Ich geſtehe dir ehrlich, daß ich genug habe und nichts weiter will! Aber ſchlimm iſt's, daß ein ſo ſtarker Mann, ja, wohl der Stärkſte in ganz Kentucky, nicht auf die heulenden Schurken, die Indianer, losgehen will. Ich für mein Theil denke, Jeder, der geſunde Glieder hat, muß zum Beſten ſeines Vaterlandes kämpfen; und wer das nicht thut, der iſt und bleibt in meinen

Augen eine Memme und ein Schuft. Und damit Gott befohlen!

Nach dieſen Worten wandte ſich Ralph an den Oberſt, und fragte:Wo iſt das Pferd, das Ihr mir verſprochen habt, Oberſt Bruce? Ich bin ein geſchlagener Mann, und darf nun nicht länger hier verweilen. Gebt mir ein Pferd, und vertraut auf meine Ehre, daß ich's Euch wiederſchicke.

Gut, einen Gaul ſollt Ihr haben, wenn ich auch nicht geſon⸗ nen bin, allzuviel auf Eure Ehre zu bauen. Ich weiß etwas, auf