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Die Gefahren der Wildniß : eine Erzählung für die reifere Jugend / nach d. Engl. des Dr. Bird bearb. von Franz Hoffmann
Entstehung
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Bei Nennung dieſes ſchrecklichen Mannes ertönte ein allge⸗ meines Geſchrei, begleitet von einem unendlichen Gelächter und jubelndem Händeklatſchen.

Wo iſt er? ſchrie Ralph Stackpole, indem er einen mäch⸗ tigen Luftſprung machte und ein lautes Triumphgeſchrei ausſtieß. Ewiger Tod auf mich, wenn ich ihn nicht unterkriege! Immer hervor! Kikerikiki!

So iſt's Recht, Ralph Stackpole! ſagten die umherſtehen⸗ den jungen Leute, indem ſie ihn vertraulich auf die Schulter klopf⸗ ten.Zeige deine Tapferkeit und laß uns ſehen, daß du wirklich ein Mann biſt.

Das äußere Anſehen des näher kommenden Fremdlings ver⸗ ſprach kaum etwas Beſſeres, als der unſinnige Pferdedieb war. Dennoch ſchloß Roland aus der ungewöhnlichen Luſtigkeit der Ken⸗ tuckier, daß hinter dem blutigen Nathan mehr ſtecken müſſe, als der bloße Anſchein errathen ließ. Indem er nach dem neuen An⸗ kömmling hinüber ſah, erblickte er einen alten lahmen Schimmel, hinter welchem ein kleiner, lang und fein behaarter⸗dunkelfarbiger Hund hertrabte, der die ſichtbarſten Zeichen der Aengſtlichkeit in ſeinen ſcheuen Blicken und dem niederhängenden Schweife zu erken⸗ nen gab.

Ja ja, rief der Oberſt Bruce,es iſt der alte, blutige Na⸗ than, der da mit ſeinem alten Gaule und ſeinem feigen Hunde heran⸗ gezogen kommt! Ein barmherziger Mann, der! Trägt ſein Gepäck auf dem Rücken, und führt das Pferd an der Hand! der Narr!

Als Nathan näher ſchritt, gewahrte Roland, daß ſeine lange, ſchmächtige Geſtalt von oben bis unten ganz in Leder eingehüllt war. Selbſt ſeine Kopfbedeckung beſtand aus roh zuſammengenäh⸗ ter Lederſtreifen. Sein Oberkleid, von einem Gürtel zuſammen ge⸗ halten, glich einem gewöhnlichen Jagdrocke, nur daß ihm jegliche Verzierung fehlte, mit dem ſonſt der Waidmann ſeinen Anzug zu ſchmücken pflegt. Es ſchien für die ſchmächtige Geſtalt des bluti⸗ gen Nathans viel zu weit, und trug nicht nur, ebenſo wie die ledernen Beinkleider, deutliche Spuren hohen Alterthums, ſondern ließ auch eine Menge Blutflecke und andere Spuren von Schmutz ſehen, die es eben nicht einladend machten. Das ganze Ausſehen des Mannes war ungewöhnlich rauh und wild, und dieſer Ausdruck wurde noch durch eine lange Flinte, die er über der Schulter, und ein Meſſer, das er im Gürtel trug, um ein Bedeutendes verſtärkt. Auch dieſe Waffen waren alt, vielfach gebraucht und unſcheinbar; beſonders