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baber der Station, der wackere und von den Indianern gefürchtete Oberſt Bruce ſein muß.“
Während er noch ſprach, näherte ſich ihnen der bezeichnete Mann in vollem Galopp, und zeigte eine Geſtalt, deren kraftvolle Männlichkeit faſt den Neid des jungen Forreſter rege gemacht hätte. Oberſt Bruce war ein Mann von etwa fünfzig Jahren, ſah aber bedeutend jünger und friſcher aus, wie denn noch kein einziges weißes Haar ſeine vollen, ſchwarzen Locken entſtellte, die in dichten Ringeln bis über ſeine Schultern hinabfielen. Er war muthig und gaſtfrei, und mit allen andern Tugenden und Eigenſchaften geziert, die in ſeiner gefahrvollen Stellung den Indianern gegenüber erfor⸗ derlich waren. Bei dem jungen Forreſter angelangt, ſchüttelte er ihm und ſeiner Schweſter treuherzig die Hand, und gab ihnen zu verſtehen, daß er ſie als beſonders angenehme Gäſte betrachte, in⸗ dem er ſich mit vieler Wärme auf die Waffenbrüderſchaft mit einem ihrer nächſten Verwandten berief, der freilich ſchon vor einiger Zeit das Zeitliche mit dem Ewigen geſegnet hatte.
Dieſer herzliche Willkommen trug das ſeinige dazu bei, die letzten Spuren von Niedergeſchlagenheit und Betrübniß aus den Zügen des jungen Kriegers zu verwiſchen, und heiterer als bisher ritt er an der Seite ſeines neuen Freundes vorwärts, welcher ihm noch vor der Ankunft in der Station ſeinen älteſten Sohn vorſtellte, der mit den Uebrigen den Ankömmlingen entgegen geritten war. Tom zeigte ſich ganz ſeines Vaters würdig. Obgleich kaum zwan⸗ zig Jahre alt, maß er doch ſchon ſeine ſechs Fuß vom Scheitel bis zur Sohle, und ſein ganzes Benehmen war ſo einfach und herzlich, daß er ſogleich die ganze Zuneigung Rolands Forreſter gewann.
„Ja ja, er iſt ein ganzer Burſch,“ ſagte der alte Oberſt Bruce, als ſein Sohn ſich wieder entfernt hatte.„Als er eben erſt ſein vierzehntes Jahr erreicht hatte, erbeutete der Junge ſchon den Skalp eines ausgewachſenen Shawnee⸗Indianers, und das in ehrlichem Kampfe Mann gegen Mann, wo Niemand ihm Beiſtand leiſten konnte. Die Sache ging ſo zu. Tom ſuchte draußen im Walde nach dem Pferde eines Nachbars umher, das ſich verlaufen hatte, und erblickt da plötzlich zwei große, ſtarke Shawnee's bei eben dem Thiere, das zu ſuchen er ausgegangen war. Tom ſchoß ſeine Büchſe ab, denn die Burſche eilten auf ihn los, und er konnte ſich von ihnen eben nicht viel Gutes verſehen. Anſtatt des Mannes trifft er aber den Gaul, welcher zuſammenſtürzte, und ſeinen Reiter über
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