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ungeheure Größe ihres Fehltritts. Durvina, davon in Kenntniß geſetzt, theilt ihr⸗Entſetzen nicht, ſondern denkt nur darauf, ſich und ſeine Geliebte der Rache der Geſetze zu entziehen. Er macht Anſtalten um die Entfuͤhrung und Flucht Palmirens zu ſichern; aber Gott läßt es nicht zu, daß dem Verbrechen alles nach Wunſch gehe, und obgleich unſer kuͤhner Oberſt mit ſeinem Vertrauten Lermes die beſten Maaß⸗ regeln, um ſich gegen jede Ueberraſchung ſicher zu ſtellen, genommen hatte, ſo fügte es doch
das Schickſal ganz anders.
Es iſt in dieſer Beehunz; zu bemerken, daß dicht an den Gartenmauern des Kloſters de la Penitencia ein Schilderhaus befindlich war, wobei eine Schildwache ihren Poſten be⸗ hauptete. Nun hatte zwar Durvina, der ſo vertraut war mit allem, was der militaͤriſche Dienſt mit ſich bringt, nicht vernachläſſiget, dieſe Schildwache durch einige Goldſtuͤcke in fein Intereſſe zu ziehen, indem er ihr ſagte, daß eine junge Nonne, welche von ihrer Fa⸗ milie gegen ihre Neigung zum Kloſterleben ge⸗ zwungen worden, in einigen Minuten vorbei gehen werde; die Schildwache ſolle ſich daher wohl huͤten dieſe ungluckliche Perſon anzugrei⸗
fen, auch muͤſſe ſie ſich nicht beunruhigen laſſen
durch den Trab einiger Maulthiere, vh in
der Zit hielten.


