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den blutigen Schatten des Gewiſſens durch toͤd⸗
liche Umarmungen zu erdruͤcken ſtrebt.
Deſuyten, erſchoͤpft durch Ausſchweifungen, angeekelt von einem Genuß ohne Schwierigkei⸗ ten, kuͤhn gemacht im Verbrechen durch den gluͤcklichen Erfolg, der bis jetzt niemals ausblieb, glaubt im Alterthum die beſte Apologie ſeiner neuen Geluͤſte zu finden, und betritt, auf die ſchändlichen Paradoren eines nur zu bekannten Buches geſtutzt, von jetzt an Cytherens Tem⸗ pel nicht anders, als mit einem ſcharfen Stah⸗ le in der Hand. Welches ſchauderhafte Ver⸗ gnügen! es iſt die Wolluſt der Hoͤlle. Anfangs erkaufte er durch Gold verworfene Weibsper⸗ ſonen, welche die Niedertraͤchtigkeit hatten, ſelbſt⸗ moͤrderiſch gegen ihre Reize, mit der Menge ihrer Wunden und Narben einen Handel zu treiben, und die Anzahl der Blutstropfen, wel⸗ che aus den zarteſten Umriſſen ihres Koͤrpers quellen ſollen, nach einem gewiſſen Tarif zu verkaufen. Dieſer entſetzliche Handel hat die Verworfenheit ſchon tauſendmal getrieben, und treibt ihn leider noch jetzt häufig genug.
Deſuyten kannte nun in ſeinen laſterhaf⸗ ten Ausſchweifungen nicht Zaum und Zuͤgel mehr, und ſteigerte mit jedem Tage ſeine ent⸗ ſetzlichen Geluͤſte Mit Huͤlfe einiger Getaͤhr⸗ ten ſeiner ſchändlichen Unſittlichkeit, welche in
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