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wollte durchaus den himmliſchen Hof des Apollo vollſtaͤndig haben, und ſeine ehrgeizigen Blicke hatten ſich zu der obenerwaͤhnten Graͤfin Car⸗ dini erhoben. Das Unternehmen war nicht leicht; zwar gingen der Graͤfin, als junger Wittwe, die heilſamen Winke und der Beiſtand eines Gatten ab, aber dafuͤr beſaß ſie einen ungewoͤhnlichen Scharfſinn. Die erheuchelte Sanftmuth Domparelli's, ſein geordneter Geiſt wenn ich mich dieſes Ausdrucks bedienen darf, ſeine erkuͤnſtelte Empfindſamkeit, und der un⸗ beſcheidene Andrang ſeiner Leidenſchaft gefielen ihr ſo wenig, daß ſie dadurch vielmehr beſorgt gemacht wurde; die Zuͤge des Verbrechens, wel⸗ che ſie unter den Eindruͤcken verfuͤhreriſcher Luͤ⸗ ſternheit zu entdecken glaubte, hatten ihren fruͤ⸗ hern Verdacht nur noch mehr aufgeſchreckt; vergeblich ſetzte daher Domparelli bei ihr alle nur erdenkliche Verfuͤhrungskuͤnſte in Bewegung, ohne Erfolg wurden glaͤnzende Feſte herrliche Gaſtmahle veranſtaltet, um ſie auf den Boden ſeiner verraͤtheriſchen Fallen zu locken; die Grä⸗ fin hatte eine zu tiefe Ahnung von einem, im dunkeln Schooße der Zukunft verborgenen Miß⸗ geſchick, um nur das Gexingſte auf den Zufall zu wagen; und wenn ſie in der Folge Beſu⸗ che von Domparelli erhielt, ſo brauchte ſie im⸗ mer die Vorſicht, ihre Leute zu bewaffnen, und in nahen Gemaächern insgeheim auf die Lauer zu ſtellen.


