Teil eines Werkes 
2. Bd. (1821)
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gelehrte Urania: das war nämlich die junge Graͤfin von Cardini, welche das Schlachtopfer ſeiner grauſamſten Nachſtellungen werden, und die Gallerie dieſes blutigen Muſeums vollſtaͤn⸗ dig machen ſollte. Der Leſer iſt wahrſcheinlich begierig auf die Beſchreibung dieſer Thebaide, dieſes Harems des Todes, in welchem Dompa⸗ relli, ein neuer Raoul, die ungluͤcklichen Gelieb⸗ ten, welche in ſeine Schlingen gefallen waren, nach ihrer Ermordung aufſtellte. Wir wol⸗ len ſeine Neugierde befriedigen.

Unter den Gewoͤlben ſeines Pallaſtes be⸗ fand ſich ein den Strahlen der Sonne unzu⸗ gaͤnglicher Keller, welchen Domparelli ſelbſt, von ſeinem vertrauten Diener unterſtuͤtzt, ausge⸗ ſchmuͤckt hatte, indem er alles, was der Luxus an koſtbaren Verzierungen nur immer ausden⸗ ken kann, dahin verſetzte, und es an Bädern, duftenden Grotten, und andern wolluſtathmenden Einrichtungen nicht fehlen ließ. In einem ſei⸗ ner Zimmer hatte er eine Fallthuͤr angebracht, wohin er das Schlachtopfer zu locken verſtand, welches ſich dann, wie auf einer ſanften Schau⸗ kel hinuntergezogen fuͤhlte in die Mitte eines von tauſend Lichtern erhellten bezaubernden Ge⸗ machs. Kein Widerſtand, kein Geſchrei, keine Klage konnten hier etwas fruchten; eine Hand von Eiſen, beugte das zarte weibliche Weſen, unter die unbedingte Nothwendigkeit, einem

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