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feltene gebe an!— Wahlberg druckte ihn chwel gend an ſeine Bruſt.
Jezt erhob ſich auf elnmal ein ſtarkes Getoß an dem aͤußerſten Ende der Schranken.— Alle Blicke flogen dahin— eine ganze Schaar frem⸗ der Ritter hielt vor den Seiten, und verlangte Einlaß— er wurde ihnen gewaͤhrt.
Ein praͤchtiger Ritter im glaͤnzendſten Anzuge ſlog voran, hlelt eine kurze artige Rede, wandte ſich endlich an den Fuͤrſten, und bat um Er⸗ laubniß fuͤr ſich und ſeine Begleiter Antheil an dem Kampfſpiel nehmen zu duͤrfen.— Wäh⸗ rend dem er ſprach wurden auf allen Seiten Pech⸗ kraͤnze aufgerichtet und angezuͤndet— es fieng ſchon an zu daͤmmern.— Adolph antwortete; — daß obglelch die Kampfſpiele fuͤr heute been⸗ diget ſeyen, er dennoch ſo wenig, als ſeine Rit⸗
ter, ſich verweigern wuͤrde eine Lanze mit ihnen zu brechen.
Da erſchollen die Trompeten der fremden Ritter. Ein junger Ritter auf einem ſchneewelſ⸗ ſen, mit koſtbarer Decke behangenen Pferde ritt nun langſam in die Schranken, gruͤßte mit ſei⸗ ner Lanze, beruͤhrte Adolphs Waffenſchild, und
zog ſich dann an das andere Ende der Schran⸗
ken zuruͤck— des jungen Ritters Helm war mit drey weißen Schwungfedern geziert, ſeine Ruͤ⸗ ſiung himmelblau, auf ſeinem Schilde die De⸗ viſe;— Der Eintracht und giebe!—


