Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1803)
Entstehung
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Auguſte. Ich fordere dich auf!

Herr von Kronenburg. Ich koͤnnte zum Beyſpiel erzaͤhlen, daß, als Heinrich beym Rittermahl die Geſundhelt ſeines Nachbars des Fuͤrſten Adolph trank, Fraͤulein Auguſte, gegen ihre ſonſtige Gewohnheit, den Becher hoch in die Hoͤhe hob und mit trank daß ſie hernach.

Adolph.(außerſt lebhaft) Haben ſie das, Fraͤulein 2

Augu ſte.(etwas ernſt) Ich ſehe nicht ein, was mein Bruder beſonders daran findet ja, dieſe Geſundhelt habe ich mit, und zwar von gan⸗ zem Herzen getrunken!

Adolph.(mit Affekt) O das wor 1. das werde ich nieCer ſtockt)

von Raßdorf. Craſch einfallend) Es wun⸗ dert mich, daß Fuͤrſt Adolph noch nicht auf den Einfall gni iſt, ein ſolches Turnier zu geben

Adolph hatte ſich beinahe verrathen; Raß⸗ dorf, der ſeine Verlegenheit bemerkte, fuhr daher ſo lange fort von Turnieren und Kampſpielen zu ſprechen, bis er ſich hinlaͤnglich geſammelt hatte, um ſelbſt wieder Antheil an dem Geſpraͤch zu nehmen. Auguſte geſtand, daß ſie ungemein viel Vergnuͤgen dabel gehabt haͤtte, und nun wares bei Adolph beſchloſſen, ebenfalls ein Turnier an⸗ zuſtellen.

Auf der Ruͤckreiſe wurde der Plan entworfen, Adolphsluſt dazu erwaͤhlt, und Raßdorf uͤbernahm