Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1803)
Entstehung
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Sympathie iſt nicht Leidenſchaft, ſie iſt der won⸗ nevolle Vorſchmack des unvergaͤnglichen Gennſſes beſſerer Welten... Der unbekannte Kuͤnſtler, dem wir dieſe Gruppe zu verdanken haben, muß ein großer Meiſter geweſen ſeyn. Sehen ſie die himmliſche Ruhe auf dieſem Geſichte, keine Muskel bewegt ſich, der Arm ruht ſanft auf die⸗ ſer Schulter kein Druck, kein wilder Affekt ſelbſt das Laͤcheln um dieſen Mund iſt nur der Widerſchein der ſtillgenießenden Seele ihre Blicke begegnen ſich ein Stuͤmper haͤtte dieſe Augen gen Himmel geſchlagen dieſer hier ſagt: Wir find uns genug! man hoͤrt ihn ſprechen ſch kann Stunden lang vor die⸗ ſer Gruppe verweilen!...

Adolph.(mit Begeiſterung) Wer ſo, wie ſie, Auguſte, das Gluͤck der Sympathie empfin⸗ det. wer beym bloſſen Anſchauen dieſer kalten todten Marmormaſſe ein ſo lebendiges gluͤhendes Bild zu entwerfen vermag, den hat ſicher der Schdpfer mit ſelner ſchoͤnſten Gabe geſegnet... mit einem liebenden Herzen(indem er einen feu⸗

rigen Kuß auf ihre Hand druͤckt) Wie beneide ich den

gluͤcklichen Sterblichen, der einſt in dieſem lieben⸗*

den Herzen das unausſprechlich ſuͤße, daß erha⸗

bene Gefuͤhl einer Gattin, einer Mutter erwecken

wird! Auguſte.(laͤchelnd) Es thut mir wirklich

leid, Herr von Wieſenau, daß ich ihnen in die⸗ Wilh. v. Roſen 2 Th. H