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ſie ſank kraftlos nleder„ neln! ach, neln! hub ſie wieder an, vergebens ſuche ich mich zu taͤuſchen— der Verbrecher wlegte ja laͤchelnd das Kind ſeiner ſchaͤndlichen Liebe auf den Armen, er war ja damals ſchon reiſefertig!— Liebe Wil⸗ helmine! was iſt Ihnen? frug jezt Adolph im Hereintreten; als er aber dieſe Leichengeſtalt er⸗ blickte, da eilte er mit einem Laut des Entſetzens auf ſie zu— er ergriff ihre kalte Hand, benezte ſie mit heißen Thraͤnen, ſeln Mund floß in Wor⸗ te des Troſtes und der innigſten Liebe uͤber— da erhob Wilhelmine endlich das matte Auge, und unter der Laſt ſo vieler ſich widerſprechenden zermalmenden Empfindungen erliegend, im tlefen Gefuͤhle ihres Elends, und der Guͤte dieſes ed⸗ len Juͤnglings, deſſen warmes Herz ſo laut dem ihrigen entgegen ſchlug, ſank ſie, ſich ſelber nicht mehr bewußt, laut ſchluchzend an ſeine Bruſt, und ſtammelte— Adolph!


