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Geh. von Doͤrner. Ewige Schwi⸗ tzerin! J
von Wahlberg.(empfindlich) Laſſen Sie nur Herr Geheimerath— Dieſe Beſchreibung iſt in der That ſo uͤbel nicht— Fraͤulein Wil⸗ helmine haben dichteriſche Anlagen— nnd Ue⸗ bung wird bey jedem Talent erfodert... Indeſ⸗ ſen Cer will abermals gehn.)
Wilhelmine.( nothigt ihn mit komiſchem Ernſt auf den Seſſel zuruͤch)) Jezt merken ſie auf — endlich hat die Natur ihre Rechte behanptet ſie ſchlafen— jetzt kommen auch die Traͤume in bunter Reihe und gaukeln in tauſend Geſtal⸗ ten ihren geiſtigen Augen voruber wer iſt das?— Minchen! ſie lacht hell auf, indem ihr erzuͤrnter Liebhaber zum Zimmer hinaus ſturzt — und jezt— wieder Minchen! da ſizt ſie Ge⸗ dankenvoll, das Kopſfchen in ihre Rechte geſtutzt — ſie ſcheint ſehr uͤbler Laune zu ſeyn— weg mit dem Luͤgenbild', Minchen iſt nie uͤbler Laune — doch was ſehe ich?— um's Himmels wil⸗ len! wieder Minchen!— ſie wankt daher— Thraͤnen rollen uͤber die naſſen Wangen— ihr Blick iſt zur Erde geſenkt— die arme reuige Süͤnderin!.. jezt ſinkt ſie vor dem Erzurnten
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nieder—(ſie thut es wirklich) lieber Wahlberg!
vergib mir— den unſchuldigen Schmerz1. deln Minchen wollte dich nicht beleidigen.


