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Monate zugebracht— Brod und Waſſer wurde
mir von oben herab an einem Stricke karg ge⸗
nug zugemeſſen. Man kann mir jezt noch mein damaliges Koſthaus anſehen. Als ich eines Tages unter Fluͤchen und Verwuͤnſchungen mein Stuͤck Brod brach, fand ich ein kleines zuſammengerolltes Papler und Bleyſtift darin⸗ nen— ich las:— Dein Gefaͤngniß, armer Summer, liegt unter dem Holz⸗ und Stroh⸗Magazin, in dem Nebengebaͤude dicht am Garten,— Der Kloſterknecht, der dir bis jezt deine Nahrung brachte, iſt krank. Meinem Vater wurde das Geſchäft aufgetragen, und ich habe es von ihm erbettelt— Was kann nun del⸗ ne Margarethe fuͤr deine Rettung thun? Schreibe auf die andere Sei⸗ te deine Antwort und wirf das Pa⸗ pier in den leeren Krug.— Ich ſchrieb:— Verſchafte mir einen alten Schluͤſ⸗ ſel, und eine Feile.— Den andern Morgen fand ich beydes in meinem Brode.— Mar⸗ garethe ſchrieb mir, ſie haͤtte mich durch die Fallthuͤre von oben geſehen, aber in ihres Va⸗ ters Gegenwart haͤtte ſie ſich nicht getraut mit mir zu ſprechen.— Ich arbeitete nun Tag und Nacht, und endlich gluͤckte es mir, das Schloß meines Gefaͤngniſſes zu eroͤffnen. Dies
war aber zu meiner Rettung noch lange nicht


