Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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mich auf's Land gehen zu laſſen, well ich mich noch nicht ſtark genug fuͤhlte, um eine Leiden⸗ ſchaft, die ich bis jezt mit ſo ſtraͤflichem Lei„ ſinn genaͤhrt hatte, ſo ſchnell als moglich zu unterdruͤcken. Er hatte mir kalt und gelaſſen zugehbrt. Als endlich melne Stimme in Thraͤ⸗ nen erſtickte, und ich nicht laͤnger mehr zu ſpre⸗ chen vermogte, ergriff er meine Hand, und ſag⸗ te ſanft und guͤltig:— Wir ſind beyde zu be⸗ dauern. Marie! wir haben beyde leichtſin⸗ nig gehandelt mir iſt es aber nicht zu ver⸗ zelhen„ reiſe in Gottes Nahmen!.. Er ging; und eine Stunde darauf ſaß ich im Wa⸗ gen.

Nur den wenigſten Menſchen iſt die Einſam⸗ keit heilſam, nur der kleinen Zahl der wahrhaft Edeln wird ſie zu elnem ſichern Zufluchtsort, wo ſie nach einer kurzen Verirrung ſich ſelbſt wie⸗ der finden.. In der wohlthaͤtigen Stille des einſamen Lebens entgluͤht die luxurirende Ein⸗ bildungskraft unter dem ernſten Nachdenken; ſelbſt die Ruhe der Natur wuͤrkt allmaͤhlich und anhaltend auf das unruhige Herz; das Blut wird kuͤhler, die Vernunft windet ſich aus dem Dunſt der zuͤgelleſen unbaͤndigen Leidenſchaft, und der ſichere Blick mißt nun im ſuͤßen Bewußtſeyn der uͤberſtandnen Gefahr die Tlefe des enrgongenen Abgrunds„ Wer aber mit einer wilden Leldenſchaft im Buſen in dle Einſamkeit eilt, ohne aus ſich ſelbſt den Faden entſpinnen zu koͤn⸗