Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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₰ Lande ſind Verſprechen, und ſogar Schwuͤre falſche Muͤnze; was konnte ihre Tante mir zu ſagen haben? Nle konnen Sie, gnaͤdige Frau, auf irgend ein Verſprechen bauen!— Meine Augen fullten ſich unwillkuͤhrlich mit Thraͤnen, meine Wangen glähten— Aſſen, ſtammelte ich mit erſtickter Stimme, und ich mußte mich auf ſeinen Aim ſtutzen; trauen ſie dem Anſchein nicht; ich wurde hintergangen, uͤberliſtet, ihr Brief mir vorenthalten.. ach! ich bin ſehr ungluͤcklich!..— Marie! rief er, indem er meine Hand an ſeinen Mund fuͤhrte, und weg war der hoͤhniſche, veraͤchtliche Zug um ſeinen Mund— ich wand mich los.— Gehen ſie, lieber Aſſen! Morgen ſollen ſie alles erfahren— und ich ſtuͤrzte in meln Schlafgemach, mein Herz drohte zu zerſpringen, eine Fluth von Thraͤ⸗ nen brachte mich wieder zur Bſonnenheit. Ich ſuchte mich, ſo viel wie möglich, zu faſſen, und als ich wieder in den Saal trat, erblickte ich Aſſen in einem ſehr elfrigen Geſpraͤch mit meiner Tante begriffen. Ich wagte es nicht hinzu zu treten. Unſere Augen begegneten ſich ofters. Theilnahme, Mitleiden, innige Liebe druͤckten ſelne Blicke aus, und die melnigen, ach! ich fuͤhlte es! waren nur zu bereitwillig dieſe ſtumme Sprache der gluͤhendſten Leidenſchaft zu erwledern. Wir kamen den ganzen Abend nicht mehr zuſammen, und hatten uns doch... o melne Tochter! Wie ſchwach iſt ein Weib oh⸗