Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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Neapel mit gebracht? Ich bejahte es. O uͤber unſere deutſchen Schmierer! ihre groben Sinne vermoͤgen nlcht das Feine der Kunſt zu faſſen. Ich laͤchelte. Ja, ja, ich habe es ihnen angemerkt, ſie beſitzen viel Natlonal⸗ ſtolz, und werden ſo etwas nicht wollen auf⸗ kommen laſſen. Diesmal beſonders, gnaͤ⸗ dige Frau! denn ich ſelbſi habe dleſe unbedeuten⸗ de eite entworfen. Gefangen, meine gnaͤ⸗ dige Tante, rief Auguſte, und lächelte mir Bey⸗ fall zu, ich halte es mit dem Herrn, und laſſe mir nichts Boſes gegen meine Landsleute ſagen. Ich bereuete meine Voreiligkeit, es war die zweyte Albernhelt, dle ich ſeit einer Stunde be⸗ ging, und wagte es nicht meine dicke gelehrte Dame auzuſehen; ich hatte vergeſſen, wie ſchwer es iſt, eine Dame von ihrem Rang aus der Faſſung zu bringen. Sie mahlen alſo, ſag⸗ te ſie, und da die Muſen ſtets Hand in Hand gehen, ſo lſt ihnen dle Tonkunſt gewiß nicht fremd? In beyden Kuͤnſten ſind meine Kennt⸗ niſſe ſehr eingeſchraͤnkt. Meine Antwort gab ihr Gelegenheit zu einem Gemeinſpruch, der ein Kompliment ſeyn ſollte; ich warf den Ball zu⸗ ruͤck, ſie fing ihn auf, und ſo ging er einige Zeit lang hin und her, indeß Auguſtens dringender Blick auf mir ruhte. Ich mußte am Ende nach Hauſe gehen, und meine kleine Sammlung italleniſcher Aus⸗ i6 hohlen. Du kennſt, liebe Emllie, meine