Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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zu uͤberſetzen: ich ſage ſo viel als moͤg⸗

lich; denn Er hatte manches aus Wehel

und Lafontaine entlehnt; eine Freyheit, die ein franzoͤſiſcher Schriſiſtl r, zumal da er ſeinen literariſchen Raub offenherzig ge⸗ ſtand, ſich wohl erlauben konnte; nothwen⸗ dig mußten aber dergleichen Reminiscenzen fuͤr den Deutſchen Leſer in der Ueberſetzung

aͤußerſt unangenehm ſeyn. Das Entlehme mußte auch daher nicht allein wegfalien, ſon⸗

dern noch ergaͤnzt werden. Nach dieſem Plan bgann ich die Arbeit; aber bald wur⸗

de ich inne, daß mir eigentlich nichts als Fragmente uͤbrig geblieben waren, und eine

ſehr huͤlfreiche Fantaſie dazu gehoͤrg, um al⸗ le Ziriſcheneiatn auf eine natuͤrliche Art zu fuͤllenich legte die Feder nieder, und war eben im Begriff, dieſe ſeltſame Ueber⸗

ſetzung eines Werks, von dem kaum der duͤnne Faden der Geſchichte mir noch dien⸗

lich ſeyn konnte, aufzugeben, als bey einem abermaligen Durchleſen ich die eigenen Er⸗

findungen des Verfaſſers ſo aͤußerſt intereſ ſant, den Plan, auch mit Hinweglaſſung des Entlehnten, ſo anziehend, und die Si⸗ tuationen ſo wenig alltaͤglich fand, daß ich

abermals hingezogen wurde.

Ich ergriff alſo die Feder von neuem, entwarf einen, eignen Plan, dem zufolge

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