Teil eines Werkes 
2. Theil (1804)
Entstehung
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ſcher, um einem heißgeliebten Maͤdchen ſeine lang verborgene Liebe zu erklaͤren; haͤtte er ſich nur einbilden koͤnnen, daß eine ſogenannte petite Mai- treſſe von ihrem Schooshuͤndchen mit eben dem Affekt ſpricht, als eine teutſche Hausfrau von ihren hofnungsvollen Kindern, oder einem innig geliebten Gatten ſo haͤfte er wahrlich nicht mit ſo ernſter Miene dieſem Spaß zugeſehen. Dieſe ſeltſame Vorſtellung brachte indeſſen eine ziemlich natuͤrliche Wirkung in ihm hervor; bis jetzt hatte er die Weiber nur in Ruͤckſicht ihrer ſelbſt be⸗ trachtet, nun fieng er an ſie mehr in Ruͤckſicht ſeiner zu beobachten. Ein Blick, eine Bewegung, ein einziges Wort, wußte er auszulegen, er phan⸗ tafirte ganze Romane auf ein ſolches Thema, und oft uͤberraſchte ihn erſt nach Mitternacht der Schlaf am Schluſſe eines ſeltſamen he⸗ ſtandenen Abentheuers.

Aus der Graͤnzſtadt ſchloß er auf Paris, und ſeine Sehnſucht dahin wuchs mit jeder Stun⸗ de. Er hatte bis jetzt noch Empfehlungsbriefe und ſeinen zuruͤckgelaſſenen Koffer erwartet. Eines Abends als er kurz vor der Schauſpielſtunde auf dem Broglio auf⸗und abgieng, und an der Menge von Gutſchen ſich ergoͤtzte, die dem Hauſe zu⸗ ſtrohmten, ſah er in der Entfernung eine Dame ihren Bedienten nach der Gegend, wo er ſtand, hinwinken. Gleich darauf kam auch dieſer wirklich auf ihn zu, und erſuchte ihn im Namen ſeiner