Teil eines Werkes 
1. Theil (1804)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

138

mit uͤber den Sternen alsdenn Verſohnung. wenn eine nothwendig iſt

Der Graf.(Cuͤberraſcht und hoͤchſt verlegen) Herr von Walberg, dieß iſt die Art nicht, wie zwey Kavaliers eine Ehrenſache ausmachen ſollten!.

Julie. Und wie denn anders, du elender erbaͤrmlicher Menſch! da, faſſen ſie an, oder bey Gott ich ſchieße ſie nieder die zweyte Ku⸗ gel iſt alsdann fuͤr mich dieß Blatt bleibt auf dem Tiſch liegen, und die Welt mag dann das Raͤthſel aufloſen!

Der Graf. Aber um's Himmels willen nehmen ſie doch Vernunft an wie kann ich um einer freylich hoͤchſt unſchicklichen Plaiſanterie eer lieſt zum zweytenmal das Blatt) Die afroͤſe Publicltat durch den Druck, das iſt vollends gar nichts

Julie. Weiter nichts als ein noch dazu un⸗ gewiſſes Palllatlv gegen ihre Infamität... ihren Entſchluß! ich bitte ſchnell meine Abweſenheit koͤnnte bemerkt werden(ſehr laut) und beym erſten Geraͤuſch in der Naͤhe ſchwore ich ihnen.. ich ſchieße!..

Der Graf.(mit immer zunehmender Angſt) Ach, Gott! wie man doch auf die unſchuldigſte Art in toͤdrliche Verlegenheit gerathen kann!...

Julle. Toͤdtlich, ja wohl!. ſie haben moraliſch gemordet feige Memme! und haſt nicht einmal das Herz, dieſe Piſtole auf dein Schlachtopfer abzudruͤcken?

Der Graf. Kommen ſie auf die Terraſſe