Teil eines Werkes 
1. Theil (1804)
Entstehung
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Fulie. Um dleſem quid pro quo gleich eiu Ende zu machen, ſo wiſſen ſie, Herr Graf, daß Fraͤulein Sophie von Aſſen zu edel denkt und fuͤhlt, daß ſie von der Wuͤrde und den Pflichten ihres Geſchlechts zu innig durchdrungen iſt, um auch dem Manne, der ihre ganze Achtung be⸗ ſaͤße, eine geheime Zuſammenkunft zu gewaͤhren, geſchweige einem Windbeutel ihrer Art!

Der Graf. Cpill ſprechen.)

Julie. Laſſen ſie mich ausreden Ich habe in Sophlens Namen und ohne ihr Vorwiſ ſen das Billet geſchrieben, dem ich das Gluͤck ver⸗ danke den impertinenteſten Luͤgner der ganzen Re⸗ ſidenz hier téte à téte zu beſitzen...

Der Graf. In der That, Fraͤulein, ihre Art die Leute zu ſich zu locken, iſt eben ſo einzig als die Manler, die Herbeygelockten zu empfangen!...

Julie. Wenn ſie das ſelbſt ſinden, ſo habe ich zum Theil meinen Entzweck ſchon erreicht!...

Der Graf.(ſpoͤttiſch) Aber Fraͤulein Julie, ſollt' ich denken, haͤtte eben ſo wenig nothig, ſich mit fremden Federn zu ſchmuͤcken, als einen frem⸗ den Namen zu erborgen, um nicht auf einen einzi⸗ gen Wink alles, was in der ganzen Reſidenz Ge⸗ ſchmack und Gefuͤhl hat, ſogleich zu ihren Fuͤßen zu ſehen!..

Fulle. Dieſer freche Spott verdiente eine Maulſchelle, aber ſo leicht, mein Herr Graf, ſollen ſie mir dießmal nicht durchkommen (mit einem bedeutenden Blick auf die Piſtolen.)

Der Graf.(außerſt verlegen) Fraͤulein