Teil eines Werkes 
1. Theil (1804)
Entstehung
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T2

wenn alle Officlere Sh Ausnahme von der Picke auf dienen muͤßten!

Der Baron. So!. und die Vorrechte des Adels?

Ludolph. Dle ſind mir bekannt des⸗ halben auch werde ich nie einen Stand waͤhlen, wo die Geburt, Beruf und Talente erſetzt!

Der Baron.(den Kopf ſchuͤttelnd) Das klingt etwas ſtolz...

Ludolph.(mit leuchtendem Blick, indem er die Hand auf die Bruſt legt) Nein, gnaͤdiger Herr! ich bin nicht ſtolz, es iſt das Bewußſeyn meiner zweckmaͤßigern Beſtimmung und frey geſtan⸗ den, das Gefuͤhl melnes Werths als Menſch!.. Ich ehre die Geſetze meines Vaterlands, aber nie werde ich um Rang, Wuͤrde und Brod mel⸗ nen Nacken vor meines gleichen beugen, und er⸗ ſchmeicheln, wenn ich in mir die Kraft fuͤhle et⸗ was zu verdlenen! So ſehr ich den Muͤßiggang verabſcheue, eben ſo ſehr liebe ich die Unabhaͤn⸗ gigkeit, ohne ſie wuͤnſche ich nicht zu leben ich weiß ſehr wohl, daß auf dieſem dden Pfade ſich kein Gold ſammeln laͤßt, aber Ketten, und wenn ſie von Gold waͤren, ſo bleiben ſie doch im⸗ mer Ketten!

Sophie war indeſſen naͤher getreten. Der freye, jedoch beſcheidene Ton, in dem Ludolph dies alles ſagte, ſeine edle Miene, ſeine Herzlich⸗ keit mit maͤnnlichem Ernſt verbunden, hatte ſie auf das angenehmſte uͤberraſcht; ihre Augen ruh⸗