Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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Reiter kamen ihnen ziemlich häufig entgegen und andere überholten ſie auch wohl, alle in toller Haſt und Eile und nur mit flüchtigen Worten Antwort ge⸗ bend auf die Frage, wie es ausſehe an den Orten, von welchen ſie kamen.

hielt, dann deshalb all das Seine verlor und endlich halb ge⸗ zwungen, halb freiwillig Südamerika verließ und nach Spanien ging. Er wurde dort nicht beſonders königlich aufgenommen. Man ſagte ihm, daß Niemand ihm den Rath gegeben habe, eine Sache zu verfechten, deren Verfechtung einer allerhöchſten Stelle zuſtände, und daß man ihm dafür jetzt den wohlmeinenden Rath gäbe, dorthin zurückzukehren, von wo er gekommen, um nach Be⸗ lieben entweder mit der Zeit fortzuſchreiten oder ſich todtſchlagen zu laſſen. Da alle ſeine Freunde von ehedem entweder in mo⸗ mentaner oder perpetueller Geldverlegenheit und überdem nach ſeinem erſten Beſuche nie mehr zu treffen waren, ſo ging er wirklich nach Südamerika zurück und bereiſte eben zur Zeit jenes Erdbebens Chile.

Ich habe, ſagte mir der alte, vielgeprüfte Mann,nie etwas Grauenhafteres geſehen als den Anblick dieſer Leichen, welche merkwürdigerweiſe faſt alle auf dem Rücken lagen und den Himmel mit ihren gläſernen Augen anzuſtarren ſchienen. Wenn ein Erdßoß ſie bewegte, ſchienen ſie ſich im Schmerze zu krümmen oder ſich erheben zu wollen. Da es in dieſen Zeiten kein Wunder iſt, wenn man bisweilen ein wenig verrückte Ideen bekommt, ſo fragte ich mich, als ich zum erſten Male dieſe ſcheußlichen Bewe⸗ gungen ſah, ob man nicht im Begriffe ſei, den jüngſten Tag ab⸗ zuhalten, ob ich im allgemeinen Trubel nicht vielleicht die Poſaune des Weltgerichts überhört habe und ob dieſe zappelnden Todten nicht ſo eben erſt aus ihren Gräbern kröchen.