Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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geſetzten Seite ſo ſteil ab, daß man genöthigt war, die Straße an demſelben im Zickzack anzulegen. Eben als unſere Reiſenden dieſe Straße betreten hatten, zeigten ſich wieder ſtärkere Erſchütterungen.

Größere und kleinere Felſenſtücke ſtürzten abwärts, indem ſie theils auf der den Berg kreuzenden Straße liegen blieben, theils abprallten von derſelben und weiter ſprangen. Haufen von aufgeſchütteter Erde, welche abwärts glitten, waren kaum weniger ge⸗ fährlich.

Käthchen, ſagte Kohlweg,je länger wir auf dieſer unglücklichen Straße verweilen, deſto länger ſind wir auch der Gefahr ausgeſetzt, erſchlagen oder ver⸗ ſchüttet zu werden. Machen wir es wie die Chilenen und laſſen die Pferde laufen, was ſie können.

Vorwärts! rief das junge Mädchen.

Sie jagten nun wirklich, wie es dort gebräuchlich, im geſtreckten Galopp abwärts, und obgleich Felſen⸗ ſtücke vor und hinter ihnen niederrollten, ſo gelangten ſie doch glücklich an den Fuß des Berges.

Die ſchlimmſte Gefahr ſchien nun freilich beſeitigt, dafür aber erwartete ſie unten ein nichts weniger als tröſtlicher Anblick. Leichen und Trümmer! Das Poſthaus am Fuße

Der Berg fällt auf der andern, Santiago entgegen⸗