Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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geſtreut, und mitunter fanden ſich auch zerſplitterte

und gebrochene Baumſtämme.

Das Erdbeben hat ſie losgeriſſen von den obern Theilen des Berges, ſagte Kohlweg,und es iſt ein Glück, daß für den Augenblick einige Ruhe eingetreten ſcheint, denn auszuweichen iſt dieſen rollenden Felſen kaum. Suchen wir ſo raſch als möglich die Höhe zu erreichen. Je weiter oben, deſto ſicherer.

Da man, drängt auch die Noth nicht, in Chile wenig Umſtände mit den Pferden macht, ſo ſprengten beide, ſo raſch es gehen wollte, den mehrfach gewun⸗ denen Weg aufwärts und erreichten glücklich die Höhe. Oben angelangt aber gönnten ſie ihren Thieren einige Raſt und blickten hinab in die Ebene von Santiago.

Dieſe bot freilich jetzt einen andern Anblick, als be⸗ leuchtet vom hellen, freundlichen Sonnenſchein und überwölbt von dem prachtvoll blauen Himmel Chiles.

Damals einem blühenden endloſen Garten gleich, lag ſie jetzt als eine düſtere, unheimliche Fläche da, Unheil bergend, Jammer, Noth und Verzweiflung und eine angſtvolle Bevölkerung. In der Nähe von Santiago und an mehreren andern Orten ſah man Feuer bren⸗ nen, unzweifelhaft von den Flüchtigen entzündet, welche dieſe Nacht ſowie die vergangene unter freiem Himmel zubringen mußten. Dieſer Himmel aber war nicht