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Salvator. 291
und ſie ſind noch immer ſo leicht zu böſen Zwecken zu be⸗ thören!
In der kleinen Stadt hatte ſich ein junger Anfänger“ eta⸗ blirt, ein Berliner, der längere Zeit in der großen Selle'ſchen Fabrik das Geſchäft geleitet und ſich durch ſeine Gewandtheit unter den Arbeitern bereits früher einen großen Anhang ver⸗ ſchafft hatte. Wir kennen ihn, es war Herr Meinike. Sie liefen ihm, als er ſich ſelbſt etablirt hatte, zuerſt für weit ge⸗ ringern Lohn zu, weil er ihnen Vorſpiegelungen von einer verhältnißmäßigen Aſſociation und Solidarität zwiſchen ſei⸗ nem Kapital und ihrer Arbeitskraft“ gemacht— Redensar⸗ ten, welchen ſie Glauben ſchenkten, je weniger ſie davon ver⸗ ſtanden. Schon gerieth der wackere Herr Selle in Verlegen⸗ heit um ſein Geſchäft, als plötzlich durch eine alte Frau, die ſich ſeit einiger Zeit im Dienſte der Juno Lucina mit beige⸗ brachtem Zeugniß und polizeilicher Bewilligung hier niederge⸗ laſſen hatte, ein Zerwürfniß zwiſchen den Arbeitern und Herrn Meinike ausbrach. Sie hatte ihnen die Augen geöffnet, und da der Berliner, auf die noch unbeſiegte Zungenfertigkeit bauend, ſich mit ihr und einigen Halbtrunkenen in die Schranken ge⸗
wagt hatte, ſo war ein wüſter Streit entſtanden, der ſich ſchnell
zu Gewaltthätigkeiten ſteigerte und mit einer Scene der wil⸗ deſten Zerſtörung endigte. Mehrere Gebäude brannten darüber ab und die tobenden Haufen wälzten ſich dann auf das Land hinaus. „Nach Californien!“ hieß die Loſung, von ge⸗ brüllt.„Theilen! theilen! Zu unſerm Goldkönig nach Sielitz!“ „Tropfenweis wollen wir's nicht!“ ſchrie der Führer. auf einmal! Es gehört uns!“ 19*


