Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Salvator.

ſuch der Großmutter ſeit dem Trauerfalle, und die Thränen der beiden Frauen floſſen noch reichlich, als die Geſchwiſter in die Stube traten.

Guten Tag, Großmutter, ſagte der junge Schiffer und reichte ihr die Hand.

Sie ſah ihn mit einem langen Blicke an, in welchem ein ſeelenkundiger Beobachter einen ſeltſamen Ausdruck gemiſchter Gefühle bemerkt haben würde. Karl war aber kein ſolcher und das Anſtarren behagte ihm nicht.Du biſt recht groß ge⸗ worden! Sie hattehübſch ſagen wollen, aber ſie unter⸗ drückte das Wort.

Ja, ich bin auch alt genug habe mich vorige Woche ſchon freigeloos't vom Soldaten, ſagte er.

Du hätteſt immer dienen können, das ſchadet keinem jun⸗ gen Menſchen.

Ich fahre doch lieber auf dem Waſſer, erwiederte Karl. Wenn's Krieg giebt, werde ich mich ſchon melden.

Junge, Du biſt ja madennaß 2* rief die Mutter nun auch.

Karl erzählte, was ihm begegnet war, freilich nicht Alles, die Schlußſcene ließ er aus. Die Frauen lachten.Er hatte die neue Herrſchaft aus Reſſen, drüben über'm See, ge⸗ fahren, erklärte die Mutter.

Alle? Den Herrn auch? rief die alte Frau lebhaft. Als Karl es verneinte, war ſie zuftieden und lachte wieder. Frau von Arnefeld ſo, ſo! Wie ſieht ſie denn noch aus? Sie iſt viel älter, als mein Baron Adolar Du weißt doch, daß ich ſeine Amme geweſen bin?

Karl wußte das ſchon, die Mutter hatte ihm geſagt, daß der neue Beſitzer von Reſſen, Herr von Arnefeld, von ihrer