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ſo wurde Camillo's düſtere Ahnung erfüllt; er ſtarb für ſeine Ideale, deren Verwirklichung in ihrer Rein⸗ heit unmöglich war. Sein letzter Brief, welchen Mas' Antonio nach dem Rheinland brachte, war die erſte Trauer, welche Virginia's neuen Lebenshimmel trübte; ſie wurde dadurch erſchütternd an Alles erinnert, was hinter ihr lag.
Aber ſie war ja ſo glücklich; der Mann, dem ſie ihre Zukunft anvertraut, hatte ſich bewährt, wie ſie ihn einſt in der ſchönen Heimat gemahnt, an jenem Abende, als ſie zum erſten Male von ihrem Gefühle zu ihm hingeriſſen worden war! Sie hatte ihm, wie ſehr er ſie auch gebeten hatte, die Vergangenheit ruhen zu laſſen, längſt ihres Herzens tiefſten Grund erſchloſſen, und er liebte ſie darum nicht minder, ja er war gegen ſie noch inniger, war ihrem Kinde der gütigſte Vater; wie konnte ſie ſich der Trauer lange hingeben?
„Friede mit Dir, mein Camillo!“ Friede mit ihm, mit allen, welche mir die heimiſche Erde deckt!“


