Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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ſeiner Unſchuld beizubringen und bitte nur um die Gnade des Aufſchubs, um Zeit.

Sie compromittiren ſich, Angri! rief der König. Ich will es Ihrem Eifer für meine Integrität nachſehen, daß Sie eine ſolche Sprache gegen mich zu führen wagen. Laſſen Sie mich aber kein Wort mehr in dieſer Sache hö⸗ ren! Ihre Inſtructionen für die Reiſe nach Wien, Ihre Depeſchen für den Herzog von Campochiaro haben Sie noch im Departement des Auswärtigen in Empfang zu nehmen. Morgen reiſen Sie! Mit einem leichten Ab⸗ ſchiedsgruße zog ſich der König in ſein Cabinet zurück und Camillo kehrte in einer Aufregung nach Hauſe, die ihn für den Augenblick ganz rathlos machte. Er hatte geglaubt, ſchon am Ziele zu ſein; es war ihm gelungen, ſich Kenntniß von dem Gange der gegen Alexander Or⸗ kum eingeleiteten Unterſuchung zu verſchaffen, das frei⸗ ſprechende Urtheil des Gerichts ſtand außer aller Frage; woher nun dieſer plötzliche und gewaltthätige Eingriff des Königs, welcher durch die Erklärung, daß er keine Ausnahme von dem einmal angeordneten Verfahren ge⸗ gen die Carbonari dulden könne, nicht motivirt erſchien?

Alexander war verloren! Der Spruch, der ihn zum Tode

verurtheilte, war gefällt, vielleicht ſchon vollzogen! Wenn er aber noch nicht vollſtreckt war, ſo gab es nur ein Mittel, ihn zu retten! Camillo mußte ſich ſelbſt der