Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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Bild gebraucht, um das Gerücht zu bezeichnen, das mehr und mehr, ohne daß man den Urheber bezeichnen könne, in der Geſellſchaft beſtimmte Thatſachen verbreitet habe, die Virginia's Ruf vergifteten. Dieſen Thatſachen auf den Grund zu gehen, um ſiegreich für die Verleumdete ein⸗ zutreten, hatte er als ſein Verdienſt gerühmt, dann aber zu ſeiner unausſprechlichen Betrübniß hinzufügen müſſen, daß er Wahrheit gefunden. Und nun erklärte ihn Ca⸗ millo für den Gaukler von Reggio!

Dein gebrechlicher Körper würde Dich nicht vor ſtrenger Ahndung von meiner Seite ſchützen, murrte er in Gedanken hinter ihm her,wenn Deine Tage nicht gezählt wären, ſtolzer Grande! Du ſtürzeſt vielleicht ſchon morgen von Deiner Höhe herab! Er hatte mit ſeinem feinen Gehör belauſcht, wie der König ſeinen Vetter, als er an ihm vorüberging, auf morgen und keineswegs in gnädiger Weiſe zu ſich befohlen hatte. Daß Camillo Angri nicht mehr im beſondern Vertrauen des Königs ſtand, war in den höhern Kreiſen kein Geheimniß; man kannte auch die Urſache und fand dieſes ſtarre Alt⸗ römerthum, in welchem ſich der junge Staatsrath gefiel, höchſt lächerlich. Wenn er dadurch, wie es den Anſchein hatte, in Ungnade gefallen war, ſo gönnte man ihm das

von allen Seiten. Warum hatte er denn mit ſeinem ehr⸗

würdigen Vater, der ſich von dem neuen Hofe fern hielt,