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nig von Neapel von beiden Seiten als Verbündeter ge⸗
ſucht wurde. Er fühlte einen geheimen Triumph dabei, weil es eine Anerkennung ſeiner Macht war. Die An⸗ ſprüche des Hauſes Bourbon auf den Thron von Neapel hatten jetzt wenig Ausſicht, gehört zu werden, ja der Kaiſer von Rußland ſollte mit einer Hinweiſung auf die Grauſamkeit bei der Reſtauration von 1799 geäußert haben: es ſei unmöglich, jetzt, wo es ſich um das Glück der Völker handle, einem Schlächterkönig den Thron von Neapel zurückzugeben. Die Feſte in Neapel nahmen daher einen immer glänzendern und freudigern Cha⸗ rakter an, und nun Italien wieder den Reiſenden offen ſtand, erſchienen viele Fremde von Rang und Bedeutung am Hofe, ſelbſt die Prinzeſſin von Wales, die künftige Königin von Großbritannien.
Auf einem dieſer Feſte, das in Portici in den Ge— mächern der Königin gegeben wurde, traf unerwartet die Kunde von dem Ableben der Königin Karoline von Si— cilien ein. Sie war am 13. September plötzlich im Schloſſe von Hetzendorf bei Wien geſtorben. Niemand war bei ihr geweſen, man hatte ſie ganz allein in ihrem Zimmer todt gefunden, auf einen Seſſel an der Wand niedergeſunken, den Arm auf der Lehne mit offener Hand, die ſie wahrſcheinlich nach der über ihr befindlichen Klingelſchnur ausgeſtreckt, um Hülfe herbeizurufen. Weder


