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zum Aeußerſten treiben kann, erkannt haben. Auch der König verſtand ſie nur zu wohl, denn ſeine Stirn ver⸗ dunkelte ſich und ein finſterer Blick traf die Sprecherin, welche ihn aber nicht bemerkte, ſondern nach einer kur⸗ zen, athemloſen Pauſe gefaßter fortfuhr:„Der Prinz Camillo Angri jedoch, welchem Sie ein gleich unbedingtes Vertrauen ſchenken, iſt Ihnen nicht treu!
„Beweiſe!“ brauſte der König heftig auf.
„Hätte ich ſolche, Sire“, erwiderte die Königin ſtolz und feſt,„ſo ſäße der Prinz bereits in Ketten auf dem Caſtell dell' Uovo! Ich hatte als Regentin von Ihnen die Befugniß dazu! Was mich gegen ihn mißtrauiſch macht, entzieht ſich der Beſprechung zwiſchen uns, ich warne Sie aber!“
„Ich werde ihn offen zur Rede ſtellen! Er ſoll mir frei ins Auge blicken!“ rief der König.
„Thun Sie das, Sire! Es wird keinen andern Erfolg haben, als daß er ſeines endlichen Sieges um ſo ſicherer wird! Wenn Sie meinem Rathe folgen wollen, ſo entfernen Sie lieber die Schlange, welche Sie an Ihrem Buſen hegen, ſo bald als möglich! War Angri mit in Ponza?“—
„O nein! Ich ſandte auf Campochiaro's Rath mit dem Jones noch einen Andern zum zweiten Male hin. Sie werden lachen, Karoline, denn es war Nicolas, der


