Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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Mißtrauens und, wenn ich der gleichen Stimme Gehör, geben wollte, ſelbſt eine Gefahr ſah, das Land nicht für mich, ſondern für England zu erobern. Indeſſen bei ruhiger Ueberlegung durfte ich doch meinem gerechten Unwillen nicht nachgeben. Auch Campochiaro, den ich ins Vertrauen zog den Polizeiminiſter Herzog von Campochiaro werden Sie doch nicht zu den Verlarvten rechnen, vor denen ich mich zu hüten habe, Madame?

Nein! Aber den Prinzen Camillo Angri, Sire! verſetzte die Königin ſchlagfertig.

Joachim lachte.Meinen armen lahmen Camillol Warum nicht auch den Grafen Orkum, meinen biedern Deutſchen?

Bei dieſem Namen blickte die Königin ſchnell auf; ihr Auge begegnete dem ihres Gemahls, das ihr im Bewußtſein ſouveränen Willens in ſeiner individuellen Freiheit Stand hielt, ſodaß ſie das ihrige wieder ſenkte. Ihr erſter Lancier von Berg, wie Sie eine der glor⸗ reichſten Erinnerungen der franzöſiſchen Republik parodirt haben, ſprach Karoline Bonaparte mit gekniffener Lippe, iſt freilich kein Latour d'Auvergne, der erſte Grenadier von Frankreich, aber er wird für Sie in jede Breſche treten, Sire. Ihr Ton bebte, als ſie dieſe Worte ſprach, und ein Seelenkenner würde vielleicht in demſel⸗ ben das quälendſte Gefühl der Frauenbruſt, das ſie bis