Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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und dann erſt die Königin von Neapel. Klug und fein biſt Du, Niemand kennt mich ſo wie Du, darum ſiegſt Du oft über meinen Ungeſtüm und meine Unbedacht⸗ ſamkeit. Wie einem alten Schlachtroſſe, das nachher geduldig mit Federbüſchen und buntem Geſchirr als Carroſſengaul einhergeht, ließeſt Du mir kriegeriſche Fanfaren blaſen:En avant! Marche! Au galop! Chargez! und der Carroſſier ſpitzte die Ohren und ging durch.

Das ſchmeckt nach dem Bivouae, Sire! ſagte die Königin verletzt.

Ich war Reitergeneral, ehe ich König wurde, Madame! erwiderte Murat.Mit dem Gleichniß wollte ich nur ausdrücken, daß es einer ſo klugen Dame leicht geweſen iſt, durch einen Appell an mein Gefühl für Ehre und kriegeriſchen Ruhm den Soldaten von dem Staatsmann zu trennen. Wäre ich taub gegen die ſchmetternde Fanfare geweſen, die mich auf das Schlachtfeld lockte, ſo hätte ich meine Unterhandlungen, welche dem Abſchluß nahe waren, raſch zu Ende ge⸗ bracht und meine Poſition wäre geſichert. Jetzt wird das ſehr viel Mühe koſten.

Die Unterhandlungen wären dem Abſchluß nahe geweſen? Sie ſagten mir aber doch ſelbſt, daß noch Alles im Unklaren ſchwebte, daß weder Sie, noch