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auf ſie, da ihr Geiſt nicht ganz frei vom Glauben an böſe Vorbedeutungen war, damals Eindruck gemacht hatte, und das Bild ihres Bruders begleitete ſie nicht. Am wenigſten aber ſchenkte ſie dem Vetter, deſſen zärt⸗ liche Bemühungen ihr wahrhaft widerwärtig waren, nur einen Gedanken. Ihre Seele war in einem träumeriſchen Zuſtande, der keine klare Vorſtellung aufkommen ließ; unbeſtimmte, wie von Duftgewölk umfloſſene Bilder aus dem Eden ihres erſten jugendlichen Erwachens ſchwebten ihr vor. Unter Palmen am blühenden Ufer des ſtillen Sees, im ſüßeſten Frieden wähnte ſie zu ruhen, ein En⸗ gelsantlitz ſchaute lächelnd auf ſie hernieder, da zerrann es wie Nebel, und Alles wurde öde; graue Wellen, langhin und langſam rollend, eine nach der andern, ohne Raſt, ohne Eile, überfluteten ihr Paradies, plötzlich aber ſtand vor ihr lichtprangend ein Cherub mit dem Flam⸗ menſchwerte in zürnender Schönheit, auf ſeiner Stirn ihr Schickſal zu leſen! Sie erwachte ſchreckhaft aus ihren Träumen, ſie blickte um ſich her und lächelte über ſich ſelbſt. Mit ihrem duftenden Taſchentuch ſchaffte ſie ſich einen freien Blick durch die angelaufenen Fenſter⸗ ſcheiben; welch ein troſtloſes Wetter! Sie mußte ja bald ihr Ziel erreichen, aber der ſtrömende Regen erlaubte kaum die nächſten Gegenſtände zu erblicken, und ſie lehnte ſich wieder in die weichen Polſter zurück,
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