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geſchafft, ſie zu bewachen, und wenn ſie das auch noch erkannt hatte, was war natürlicher, als daß ſie ſich durch einen ra⸗ ſchen Entſchluß, wie es ihre Art war, vor ſeinen läſtigen Beſuchen, die ſie doch nicht immer abweiſen konnte, und vor ſeiner noch läſtigern Beobachtung ihrer Schritte gerettet hatte? Sie war gewiß auf das Landgut gereiſt, das der König ihrem Manne geſchenkt hatte; dort konnte ſie, geſchirmt durch die eingetretene Regenzeit, welche ihr alle uner⸗ wünſchten Gäſte fern hielt, in Zurückgezogenheit die Heim⸗ kehr des Grafen abwarten, der wenigſtens die Pflicht hatte, ſie dann weiter vor Unziemlichkeiten zu ſchützen. Nur das Gehirn eines Don Emilio konnte auf den abenteuer⸗ lichen Gedanken kommen, daß ſie geflohen ſei, weil ihr Diener in der Grotte der Villa einen Abdruck der ſiciliani- ſchen Conſtitution gefunden hatte. Tommaſo, der geweſene Brigant, ob unter Fra Diavolo, Brandi, Palmieri oder ei⸗ nem andern Bandenführer, gleichviel, der Begnadigte Murat's, der nun rückfällig geworden war und das Ri— tual der Carbonari ſo ungeſchickt an Camillo verſucht hatte, ohne Anklang zu finden, wer anders konnte das Blatt in der Villa verloren haben? Er hatte ſeine Haut nicht für die unbekannten Obern, die ihn doch nicht ſchützten, zu Markte tragen wollen und war entflohen. Der Schlüſſel des Räthſels, welchen Emilio im Boudoir einer Frau geſucht, lag in den Fußtapfen des gemeinen Gondoliers.


