Teil eines Werkes 
1. Bd. (1865)
Entstehung
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die Zeit. Er iſt gewiß der Schauplatz dunkler Thaten geweſen.“ „Ein Palaſt, caro mio““ rief Virginia heiter.„Was wollen Sie? Es iſt der Palaſt der Königin Johanna.“

„Welcher Johanna?— Der erſten?“ fragte der Jüngling, von der Mittheilung ſichtlich intereſſirt.

„Hat es zwei gegeben?“ entgegnete ſie.„Meine Unwiſſenheit iſt groß, ich geſtehe ſie ein und muß mich vor einem Gelehrten wie Sie ſchämen. Ich ſpreche nur nach, was das Volk ſagt. Der Bau heißt der Palaſt der Königin Johanna; welche damit gemeint iſt, wenn es hier mehrere des Namens gegeben hat, weiß ich nicht. Iſt die erſte eine beſonders ausgezeichnete Dame ge⸗ weſen?“

Die Frage ſetzte den jungen Mann wieder in Ver⸗ legenheit. Konnte er ſeiner Tante von jener ſchönen und furchtbaren Frau erzählen, auf welcher der Verdacht ruhte, den Thron von Neapel mit Verbrechen befleckt zu haben? Virginia verlangte jedoch eine Antwort und er gab ſie ihr mit aller Pedanterie eines gründlichen Deut⸗ ſchen, denn er war wirklich ein Mann der Wiſſenſchaft, wenn er auch den Titel eines Gelehrten bei ſeiner Ju⸗ gend noch beſcheiden ablehnen mußte.

„Johanna die Erſte ſtammte von jenem Karl von

Anjou ab, welcher Konradin, dem letzten Hohen⸗

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