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völlig gerüſtet neben ſeinem ſattelnden Knecht ſtand. Es war der Junker aus dem Hennebergiſchen, wel⸗ cher heute Günther im Zelte beſucht und durch ſeine Mittheilungen an vergangene Zeiten erinnert hatte. „Wie kommt Ihr denn daher? Warum liegt Ihr nicht auf dem Ohre? Mir armem Geſellen wird's nicht ſo wohl geboten, ich muß auf Kundſchaft reiten!“
Günther gab ihm Beſcheid, ohne den beſondern Auftrag zu erwähnen, welcher ihm zuletzt geworden war, wünſchte dem Henneberger einen glücklichen Nacht⸗ ritt und ſetzte ſeinen Weg mit dem Gefangenen fort. In ſeinem Zelte ließ er Licht anzünden und reichte nun Schenk die Hand.„Ihr ſeid mein Gaſt!“ ſagte er. „Ich muß mit meinem Kopfe für Euch haften. Wollt Ihr mir auf Edelmannswort verſprechen, nicht zu ent⸗ weichen, ſo ſollt Ihr völlige Freiheit im Bezirk meiner Fahnen haben.“
Schenk gab ihm ſein Wort unbedenklich.„Euren Namen habe ich vorhin gehört“, ſprach er.„Ihr ſeid ein Sachſe?“
„Ich bin ein Thüringer“, antwortete Günther Der Gefangene wollte ihm entgegnen, daß er deshalb doch ein Sachſe ſein könne, weil die beiden ſächſiſchen Fürſten viel thüringer Land beſäßen. An die Verſchie⸗


