Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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20 geht mir aller Muth aus. Zuerſt dachte ich, ſie ſpräche nur ſo nach Jungfernart, und redete ihr zu, ſie möchte ſichs überlegen, aber ſie ſchnitt mir alle Hoffnung ab. Die Baſe Margareth hat ſie gefragt, ob ſie ſchon einen Andern hätte, da iſt ſie leichenblaß geworden und hat nicht ja, nicht nein geſagt. Ich glaube aber doch, es iſt nur, weil ſie katholiſch iſt und keinen Lutheraner heirathen will.

Wie iſt ihr Mädchenname? fragte Günther, von dieſen Worten lebhaft ergriffen.

Adelheid Adelheid von Rettleben, antwortete Hans.Ihr Vater war kurfürſtlicher Amtmann im Altenburgiſchen, glaub' ich ſie iſt aber ſchon längſt eine älternloſe Waiſe und hat immer bei fremden Leuten gelebt.

In Dresden vielleicht? fragte Günther.

Bei der alten Saal, jawohl! Dann iſt ſie nach Heſſen gekommen zu der Landgräfin, hat ſich aber dort nicht ſchicken können, vermuthlich auch mit der jungen Saal, der Linken, nicht vertragen, mit der ſie, glaub' ich, etwas verwandt iſt. Mein Vetter Valentin hat mir das Alles erzählt. Ihr kennt ſie am Ende, da Ihr ſo fragt!

Ich kenne Adelheid von Rettleben! erwiderte Günther, doch ſchien es, als ſei er von andern Ge⸗