Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4

Das wollen wir auch, Junker Schenk, ſobald wir über das Flüßchen dort ſind, erwiderte der Kleine. Wer konnte denken, daß die Unholde ſchon bis hieher ſtreifen würden, wo der Kurfürſt mit ſeinem ganzen Heere ſo nahe iſt!

Der Kurfürſt wird es bereuen, wenn er den Rath meines Herrn nicht befolgt! murrte der junge Edel⸗ mann.

Ihr wißt alſo, was Seine Gnaden ihm gerathen hat? fragte jener lauernd.

Der Landgraf hat mir es auch zu mündlicher Be⸗ ſtellung vertraut, im Falle das Schreiben mir abhanden kommen ſollte, antwortete Schenk.Mein Herr wird nicht erwarten, daß ſein Rath in den Wind geſchlagen wird. Ich kann Dir's ſagen, da nun doch Alles anders kommen wird, der Landgraf vertraut Dir ja auch Manches. Er hat dem Kurfürſten dringend gerathen, ſich in keine Schlacht einzulaſſen, ſondern ſein Heer in die feſten Plätze zu werfen, daran würde ſich die Macht des Kaiſers brechen. Laß uns aber nicht plaudern, ſondern Acht geben, daß uns die Huſaren nicht auf den Hals kommen; ich möchte nicht zum zweiten Male und gar als Gefangener vor den Herzog Alba treten, der mir ein böſes Geſchenk zugedacht hat.

Es war der junge Schenk von Schweinsberg, wel⸗