Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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doch verſtanden und faßte betroffen ihre Hand. Adel⸗ heid's Augen richteten ſich mit einem räthſelhaften flehenden Blick auf ſie was hatte das Alles zu bedeuten?

Gräfliche Gnaden, das arme Thier iſt vergiftet, Mutter Anne ſagt es auch! rief Lisbeth, welche un⸗ terdeſſen herangekommen war.Das hat kein An⸗ derer gethan als der ſchändliche Kandel, weil der Hund nimmer leiden wollte, daß er ins Schloß kam. Geſtern Abend noch hat er ihn fortgeſcheucht. Alle Leute ſagen, daß der Kandel es geweſen iſt, der ihm einen vergifteten Biſſen eingegeben hat. Er ſoll ſich nur wieder ſehen laſſen hier oder bei uns!

Beruhige Dich, Kind! ſagte die Gräfin zu dem Mädchen, das in großer Aufregung war.Dem Kandel geſchieht gewiß Unrecht. Kommt, meine Adelheid, ich muß Frau von Ehrenſtein über den armen Voalentin fragen, wir ſprechen dann mehr!

Die jungen Gräfinnen zögerten; ſie wären nach Mädchenart, die ſich von geheimnißvoll ſchrecklichen Dingen eher angezogen als abgeſtoßen fühlt, am liebſten mit Lisbeth zu den Menſchen hingegangen, unter denen es jetzt in Meinungsſtreit lauter wurde, aber ein freundlicher Blick der Hofmeiſterin belehrte ſie eines Beſſern und ſie folgten der Mutter, welche