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ihren Geſchwadern und ſechshundert Schützen Einlaß begehrten. Konnte er ihnen verweigert werden? Sie ritten ſogleich auf die Moritzburg zu dem kranken, ge⸗
brechlichen Erzbiſchof, der ihnen Stadt und Schloß
übergeben mußte. Andern Tages hielt Johann Friedrich ſelbſt mit mehreren Fürſten und vielen Grafen und Herren ſeinen Einzug und führte die Unterhandlung mit dem Erzbiſchofe bald zu dem Ende, daß ihm die Bis⸗ thümer Magdeburg und Halberſtadt abgetreten werden mußten. Dann zog er auf Leipzig. Herzog Moritz, der ſich hier befand, wich einem Treffen aus, eilte viel⸗ mehr nach Dresden und ſammelte wieder Truppen, da er ſie meiſt entlaſſen hatte, ſchrieb auch eilends um Hülfe an den Kaiſer.
Alles wäre aber für ihn zu ſpät gekommen, wenn der Kurfürſt Schlag auf Schlag hätte folgen laſſen. Seine Krieger brannten vor Begierde, die Freudenſchüſſe, welche ſie ſchon vor zwei Monaten im kaiſerlichen La⸗ ger, dem ſie bei Giengen gegenübergeſtanden, wegen der Eroberung der kurfürſtlichen Lande durch Herzog Moritz gehört hatten, dem Verräther an ſeinem Stamm und Glauben mit ſcharfen Schüſſen zu vergelten. Sie hatten in Oberdeutſchland ihre Kampfluſt nicht befrie⸗
digen dürfen, um ſo höher war dieſe jetzt geſtiegen.
Warum führte ſie ihr Fürſt nicht gegen den treuloſen
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